top of page

Bericht zur Veranstaltung NEUBAU der DONAUBRÜCKE 06.08.2026

BZG 12:

L 277 Tuttlingen- Nendingen. NEUBAU der DONAUBRÜCKE bei Ludwigstal, aktuelle Bauphase: Einschub der Behelfsbrücke.




Die Brücke im Zuge der L 277 über die Donau bei TUT- Ludwigstal (SHW) ist nach rd. 60 Jahren Lebensdauer so ins Alter gekommen, dass nunmehr keine Sanierung sondern nur noch ein Ersatzneubau in Frage kommt.

Dieser wird an derselben Stelle wie der Bestandsbau erstellt. Teile der Unterbauten sollen erhalten bleiben.

Die hierdurch erforderliche Vollsperrung der Landesstrasse ins Donautal hätte eine sehr große Umleitung bedeutet. Diese hätte nicht nur alle Fahrzeugführer zu großen Umwegstrecken gezwungen, sondern auch große Zeitverluste über die gesamte Bauzeit hinweg bedeutet. Zudem hätte die Umleitungsbeschilderung einen enormen Material- und Personalaufwand erfordert. Um dies alles zu umgehen wurde beschlossen, eine Behelfsbrücke direkt neben die Bestandsbrücke zu erstellen. Diese Behelfsbrücke wird oberstromig (Seite Tuttlingen) der Bestandsbrücke aufgebaut.

Diese Arbeiten führte das THW mit bis zu 60 Einsatzkräften durch.

Die Behelfsbrücke S 80 wurde auf einem Montageplatz östlich der dortigen Kläranlage zusammengebaut. Es werden drei Hauptsegmente erstellt. Diese werden jeweils in gesonderten Fahrten von Schwerlastfahrzeugen zur sog. VORSCHUBROLLENBAHN rechts der Donau (Seite SHW) transportiert. Nach weiteren aufwändigen Montagearbeiten wurden die Segmente nach und nach zusammengeschraubt und über die Donau gezogen/ geschoben.

Die Behelfsbrücke ist insgesamt rd. 70 Meter lang und überspannt die Donau als Einfeldträger. Sie ist für den üblichen Straßenverkehr im Begegnungsverkehr konzipiert. Die Fachwerkkonstruktion weist eine Höhe von rd. 5 m auf. Im Verschubzustand wiegt die Brücke rd. 200 Tonnen, im Betriebszustand rd. 350 Tonnen. Insbesondere die schweren Fahrbahntafeln werden zum größten Teil erst nach erfolgtem Verschub auf die Konstruktion eingebaut.

Der letzte Verschub der dann komplett montierten Brücke erfolgte auf Grund diverser Verzögerungen (Hitzetage!!!) erst am 07. August 2026.

Aber auch am 06. 08. war der Bauzustand/ die Bauphase sehr imposant.

Es waren zwölf interessierte Kolleginnen und Kollegen auf die Baustelle gekommen.

Nicht nur die Behelfsbrücke bot Interessantes, sondern auch das „drumrum“: Die vielen Arbeitenden mussten über die gesamte Einsatzzeit (ab ca. Anfang Juli!!) versorgt und verpflegt werden. Dies übernahmen die Kolleginnen und Kollegen anderer THW-Gruppen. Übernachtungsmöglichkeit wurde ihnen in der nahegelegenen Sporthalle geboten.

Ab 15:00 Uhr haben uns kompetente Vertreter der ausführenden Firmen und dem planenden Ingenieurbüro viele und wichtige Informationen gegeben und standen für Fragen zur Verfügung.

Wir bedanken uns insbesondere bei den Herren Guido Wagner von der Fa. Storz (Tuttlingen/ Eigeltingen) und Herrn Andres Peter vom Tuttlinger Ingenieurbüro Breinlinger-Ingenieure für die detaillierten Ausführungen zu der Maßnahme.

Aufgestellt: Gerhard Holzbaur; im August 2026.



Adresse

Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure
in Baden-Württemberg e.V.

Geschäftsstelle Stuttgart

Erich-Herion-Straße 1
70736 Fellbach

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag:

10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr

bsvi logo

Die VSVI Baden-Württemberg ist Mitglied der Bundesvereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure e. V. (BSVI). Diese vertritt in 14 Landesvereinigungen rund 17.000 Mitglieder und zählt damit zu den größten Ingenieurverbänden in der Bundesrepublik Deutschland.

bottom of page